Portrait OX

OX

1963 in Troyes, Frankreich
Lebt und arbeitet in Bagnolet, Frankreich

Website: www.ox.com.fr

Ausstellungen

Werke

Ohne Titel

OX 06 09 22

Datierung

2022, in situ

Abmessungen

2,55 x 3,55 m

Material

Acrylfarbe, Papier

Beschreibung

Affiche, Culture Jamming, Ad-Busting, Billboard-Takeover – für die Technik des (ungenehmigten) Arbeitens auf kommerziellen Werbeflächen gibt es viele Bezeichnungen. OX, dessen Pseudonym auch – durchaus intendiert – visuell-geometrisch als Kreis/Kreuz lesbar ist, gehört zu den französischen Pionieren dieser Kunstform. Seine ersten Plakate „übernahm“ er Mitte der 1980er-Jahre. Zwischenzeitlich hat er das Genre zur Meisterschaft entwickelt. In der Regel bestimme dabei der räumliche „Kontext, in dem sich die Werbetafel befindet, meine grafischen Entscheidungen,“ so OX. „Ich interessiere mich für die Landschaft, die Architektur, die Beschilderung, das Stadtmobiliar, die Werbung oder sogar die Schatten“. Für die Urban Art Biennale 2022 hingegen reflektiert er auf zwei Werbetafeln gegenüber dem Alten Bahnhof über das Plakat als Medium. Seine Collagen sind dabei von der „rohen und zufälligen Ästhetik“ inspiriert, die sich ergibt, wenn die kommerziellen Bilder und Botschaften von Werbeplakaten durch die Witterung oder die Zerstörungswut von Passant:innen beschädigt werden. Im Verlauf der Biennale beklebt OX die beiden Tafeln mehrfach mit seinen „zerrissenen Plakaten“, um „auf künstliche und beschleunigte Weise das Erscheinen und Verschwinden dieser vergänglichen Bilder zu imitieren.“