Sinteranlage | UNESCO Besucherzentrum

Baujahr:  1928, ergänzt 1938
Betriebszeit:  58 Jahre bis zur Stilllegung der Hütte

 

1928 entstand in Völklingen eine der größten Sinteranlagen Europas. Sintern bedeutet das Zusammenbacken des beim Brechen von Eisenerzen anfallenden Erzstaubs für den Einsatz im Hochofen. Dies geschah durch Erhitzen bis zur Schmelztemperatur. Das anschließend zu etwa faustgroßen Stücken gebrochene und abgekühlte Material konnte anschließend wieder im Hochofen eingesetzt werden. So senkte es den Verbrauch der eingesetzten Rohstoffe und verbesserte die Qualität des Roheisens. 

Die Anlage wurde von der Frankfurter LURGI AG errichtet und arbeitete nach dem amerikanischen „Dwight-Lloyd-Verfahren“.  In den 1930er Jahren war die Völklinger Sinteranlage mit einer Monatsproduktion von 55.000 Tonnen Sinter eine der produktivsten Anlagen der Welt.

Sinteranlage Aussenansicht
UNESCO Besucherzentrum
Modell der Völklinger Hütte
Sinternanlage mit Foto des Kraftwerks Wehrden
Sinteranlage Detail
Sinteranlage Detail
Christian Boltanski | Die Zwangsarbeiter V
Sintergebläse
Sintergeblaesehalle
impressionen 1 4

Heute beherbergt die Anlage das UNESCO Besucherzentrum des Weltkulturerbes Völklinger Hütte.  Dort werden den Besuchern Informationen zur UNESCO, zum UNESCO Welterbe, zur Geschichte der Völklinger Hütte und zur Geschichte der Sinteranlage vermittelt. Das mittlere Geschoss beherbergt die große Installation von Christian Boltanski: "Die Zwangsarbeiter - Erinnerungsort in der Völklinger Hütte".  Im Untergeschoss wird eine Dauerausstellung zur Geschichte der Familie Röchling gezeigt.