Die Gebläsehalle

Baujahre: 1900 bis 1938
Betriebszeit: 85 Jahre bis zur Stilllegung der Hütte

Bis zu 29 Meter lang, 14 Meter breit und mit einem Durchmesser der Schwungräder von sechs Metern: Wer die gigantischen Gebläsemaschinen gesehen hat, wird sie so schnell nicht vergessen.

Einst pumpten sie Druckluft zu den Winderhitzern und Hochöfen. In umgekehrter. Richtung trieb das gereinigte Gichtgas der Hochöfen ihre Kolben und Schwungräder an: ein beispielhafter Kreislauf.

Im Jahr 1900 begann der Bau der Gebläsehalle und noch jetzt, viele Jahrzehnte nach der Stilllegung, riecht man hier den Geruch des Öls, mit dem die Arbeiter ihre Maschinen pflegten. Heute ist die Gebläsehalle ein Ausstellungs- und. Festivalort von einzigartiger Aura.

Nach der Schließung des Eisenwerks wurde die Gebläsehalle gesichert und verschlossen. Dadurch blieb der größte Teil der Einrichtung wie in einer Zeitkapsel erhalten, was bei den meisten anderen Gebläsehallen der Welt nicht der Fall ist. 

Seit 1996 wird die Gebläsehalle für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt. Für die Ausstellung "Mon Trésor. Europas Schatz im Saarland" (2020) wurden die vorhandenen Installationen komplett entfernt und längst vergessene Schätze wieder ans Tageslicht gebracht.

Gebläsemaschinen 9 & 10
Die riesigen Schraubenschlüssel für die Gebläsemaschinen
Ersatzteillager für die "kleine Inspektion"
Gebläsemaschine XX
Arbeiterspind
Große Bühne in der Gebläsehalle
Gebläsemaschine 10 | Detail