URBAN ART BIENNALE 2026
URBAN ART BIENNALE 2026
URBAN ART BIENNALE 2026
10. Mai bis 15. November 2026
Möllerhalle, Sinteranlage und Außengelände Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Die URBAN ART BIENNALE ist weltweit eine der größten Werkschauen dieser anarchischen Kunstform jenseits herkömmlicher White Cube-Ästhetik. Seit 2011 wird alle zwei Jahre das gesamte Areal der Völklinger Hütte zum kongenialen Dialogpartner für die Kunst, die sich aus Street Art und Graffiti entwickelt hat.
Nachdem die beiden letzten Biennalen weit in den Völklinger Stadtraum ausgegriffen haben, liegt der Fokus 2026 räumlich und inhaltlich wieder stärker auf der Völklinger Hütte. Mehr Arbeiten als je zuvor entstehen in situ speziell für ihren Ort in der Hütte. Zahlreiche Künstler:innen treten mit ihren Werken direkt in Dialog mit der Architektur und der Geschichte des ehemaligen Eisenwerks.
„Street Art und Graffiti haben sich in Reibung mit der Stadt und in Konkurrenz zu den dort schon bestehenden Botschaften entwickelt. Auch die heutige Urban Art braucht den Gegenspieler und Mitspieler — einen Ort, von dessen räumlicher Struktur man sich inspirieren oder abgrenzen kann und auf dessen Geschichte die eigene Kunst reagiert. Die Völklinger Hütte bietet hierzu unzählige Möglichkeiten“, sagt der Kurator der URBAN ART BIENNALE, Frank Krämer.
Der raue Charme der Möllerhalle oder der Sinteranlage treffen auf filigrane Stoffe und raumgreifende Installationen. NeSpoon spannt zwischen Sinteranlage und Möllerhalle ein fragiles Spinnennetz aus Häkeldeckchen, der Graffiti-Pionier Boris Tellegen, unter dem Künstlernamen DELTA für seine dreidimensional wirkenden Buchstaben bekannt, überführt seine Räumlichkeit in eine gigantische zweifarbige Holzskulptur.
In Baptiste Debombourgs im wahrsten Sinne des Wortes facettenreicher Installation über die Arbeit und die Arbeiter der Völklinger Hütte spielt mit zerbrochenem Spiegelglas besetzte Kleidung eine zentrale Rolle. Der französische Künstler Milo sammelt Fingerabdrücke in der Stadt Völklingen und bringt sie per Kohlenstaub auf Papier in die Möllerhalle des Weltkulturerbes. Igor Ponosov übersetzt charakteristische Bewegungen der Hüttenarbeiter in eine Performance, die den historischen Rhythmus des Werks zu neuem Leben erweckt. Und in den Jacken, Hemden, Hosen, Röcken, Tüchern und Mützen, die Coco Bergholm in Anlehnung an Oberflächen des ehemaligen Eisenwerks und heutigen Weltkulturerbes von Rostrot bis Paradiesgrün gestaltet, können die Besucher:innen in einer „Postindustrial Camouflage“ mit den Orten der Hütte regelrecht verschmelzen – HUETTECOUTURE eben!
Die Faszination von Zugwaggons — die im Zentrum der Graffiti-Kultur standen und Haupttransportmittel in der Völklinger Hütte waren — manifestiert sich in der diesjährigen URBAN ART BIENNALE in Kunstinstallationen und einer Foto-Präsentation, die die Kultur der urbanen Graffiti-Crews spiegelt und Street Art an entlegenen und unzugänglichen Orten für die Besucher:innen erlebbar macht.
REFRESHINK bezieht sich auf eine Technik der traditionellen Kunst, wenn er gesprühte Werke erschafft, die an Mosaike erinnern. Tomas Lacque wiederum lässt seine urbane Installation unter einer Farbschicht erstarren – als habe ein Ascheregen das Werk bedeckt. Ein Eindruck, der Assoziationen an Pompeji nach dem Vulkanausbruch zulässt.
Das Dach der Möllerhalle hat sich der Künstler Ampparito für seine Botschaft ausgesucht, die man in großen Lettern am besten von der Aussichtsplattform des Weltkulturerbes in 45 Metern Höhe betrachten kann. Sie spielt mit der Botschaft, die Autobesitzer in Spanien zuweilen in ihre Fahrzeuge legen: NO HAY NADA DE VALOR, frei übersetzt „Hier drin gibt es nichts von Wert“. Von wegen!
UNLOCK BOOK FAIR
Parallel zur Eröffnung findet vom 8. bis 10. Mai die Buchmesse UNLOCK BOOK FAIR statt, in Kooperation mit dem Interreg-Programm GRACE – Greater Region Artistic and Cultural Education. Sie bietet die Gelegenheit, spezialisierte Literatur zu Murals, Straßenfotografie und Street Art ebenso wie Publikationen zu zeitgenössischer Kunst rund um Graffiti und Subkultur zu entdecken. Nach Stationen in Barcelona, Amsterdam, Berlin, Modena oder der Kulturhauptstadt Chemnitz im letzten Jahr findet die internationale Buchmesse zum zehnjährigen Jubiläum in der Völklinger Hütte statt.
Mehr als 80 Verleger aus 22 Ländern auf 4 Kontinenten werden mitten im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ihre Publikationen anbieten, die zumeist über normale Buchhandlungen nicht zu erwerben sind. Die Buchmesse wird von zahlreichen Diskussionen, Filmvorführungen und Workshops begleitet. Die Pariser Künstler Tomek und Mosa (PAL Crew) werden kalligraphische Interventionen kreieren, außerdem ist u.a. der Direktor des Museum of Graffiti in Miami zu Gast.
URBAN ART BIENNALE 2026
Möllerhalle, Sinteranlage und Außengelände Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Laufzeit: 10. Mai bis 15. November 2026
Kurator: Frank Krämer, Ausstellungsleiter Weltkulturerbe Völklinger Hütte
In Kooperation / mit Unterstützung von:
INTERREG-Projekt GRACE, Constellations Metz, Le Mur Paris, Galerie Automat Saarbrücken und der Stadt Völklingen
Unlock Book Fair 2026
Erzhalle und Erzdach
8. – 10. Mai
Javier Abarca, Unlock Bureau, Madrid
In Kooperation mit GRACE – Greater Region Artistic and Cultural Education
Freitag, 8. Mai: 13 –18 Uhr
Samstag, 9. Mai: 11 – 19 Uhr
Sonntag, 10. Mai: 11 – 17 Uhr
Tagesticket 17 € | 3-Tagesticket 27 € (Unlock Rabatt)
Inklusive URBAN ART BIENNALE und X-RAY-Ausstellung
URBAN ART BIENNALE Eröffnung
Samstag 9. Mai, 16:30 Uhr, Eintritt kostenfrei
Pressetext als Word-Datei
Download (docx | 59 KB)UNLOCK BOOK FAIR 2026
Download (docx | 332 KB)Geplante in situ-Installationen (Auswahl, nur zur Vorabinfo)
Download (pdf | 1.4 MB)Bilder
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Boris Tellegen, One Beam, 2026 In situ-Installation, Möllerhalle. Anfang Mai startet im Weltkulturerbe Völklinger Hütte die URBAN ART BIENNALE 2026. Erste Aufbauarbeiten laufen bereits, denn mehr Arbeiten als je zuvor entstehen in situ speziell für ihren Ort in der Hütte. Der Graffiti-Pionier Boris Tellegen, unter dem Künstlernamen DELTA für seine dreidimensional wirkenden Buchstaben bekannt, überführt seine Räumlichkeit in eine gigantische zweifarbige Holzskulptur.
© Celine Felber / Weltkulturerbe Völklinger Hütte -
Aufbauarbeiten zu Boris Tellegen, One Beam, 2026 In situ-Installation, Möllerhalle
© Boris Tellegen
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ArminLiedinger
Dr. Armin Leidinger
Kommunikation | Presse
Telefon: +49 (0) 6898 / 9 100 151
armin.leidinger@voelklinger-huette.org