DAS STÄHLERNE HERZ - Deutschland und Europa im Brennglas der Völklinger Hütte

28.5.26 DAS STÄHLERNE HERZ Deutschland und Europa im Brennglas der Völklinger Hütte

8617 CMYK 25cm Breite

Symposium DAS STÄHLERNE HERZ

Donnerstag, 28. Mai 2026, 9.30 bis 18 Uhr
Erzhalle Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Der Eintritt ist kostenfrei

Die Geschichte der Völklinger Hütte steht exemplarisch für die Geschichte Deutschlands und Europas. Das 19. und 20. Jahrhundert erzählen sich gewissermaßen von selbst über die konkreten Geschehnisse im und um das Stahl- und Eisenwerk. In diesem Sinne ereignet sich ab 1. November 2026 die große Ausstellung DAS STÄHLERNE HERZ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Objekte, Fotografien und Dokumente zur Welt- und Hüttengeschichte treten in einen kreativen Dialog mit literarischen Texten, Musikstücken und Kunstwerken sowie Rauminstallationen von Künstler:innen der Moderne und Gegenwart. Die Menschen werden in ihrer Interaktion mit der riesigen Maschine sichtbar.

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Im Vorfeld der Großausstellung DAS STÄHLERNE HERZ - Deutschland und Europa im Brennglas der Völklinger Hütte beleuchtet am Donnerstag, den 28. Mai ein ganztägiges Symposium in der Erzhalle des Weltkulturerbes verschiedenste Aspekte der Welt- und Hüttengeschichte.

Harvard-Professor Sven Beckert reist hierzu extra ins Saarland, um Strukturen des Kapitalismus am Beispiel der Völklinger Hütte zu erläutern. In seinem kürzlich erschienenen Buch KAPITALISMUS, das von manchen Rezensenten schon jetzt als Standardwerk bezeichnet wird, spielt das Völklinger Eisen- und Stahlwerk eine wichtige Rolle. Es ist für ihn das Paradigma schlechthin für den Monopolkapitalismus Europas.

Weiter kommen ausgewiesene Fachleute zur Geschichte der Völklinger Hütte zu Wort, die zwar eine kürzere Anreise haben, deren Beiträge aber ebenso bedeutend sind. Der ehemalige Völklinger Stadtarchivar Christian Reuther und der jetzige Stadtarchivar Michael Röhrig halten ebenso Vorträge wie Inge Plettenberg, die bereits mehrere Publikationen der Völklinger Hütte und insbesondere dem dunklen Kapitel der Zwangsarbeit gewidmet hat. Mehrere Bände zur Hüttengeschichte hat auch Hubert Kesternich publiziert, er widmet sich seinem Spezialthema der Arbeiterbewegung und des Arbeitskampfs in Völklingen. Norbert Mendgen, der frühere Leiter der Bau- und Kunstdenkmalpflege im Saarland, berichtet, wie das geschlossene Eisenwerk im “kurzen Jahrzehnt“ von 1986 bis 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe wurde. Vorträge zur Bedeutung der Saar als Wirtschaftsraum und zur Arbeit der Frauen im ehemaligen Eisen- und Stahlwerk komplettieren das Programm.

E+S Aufruf PK 5

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Copyright: © Celine Felber / Weltkulturerbe Völklinger Hütte

„Das Symposium legt den Grundstein für die erste wirklich umfassende Betrachtung der Völklinger Hütte im regionalen, nationalen und globalen Kontext: Die Ausstellung wird über den Horizont des Symposiums hinaus auch Themen wie Umweltverschmutzung und deren Folgen für Pflanzen, Tiere und Menschen sowie die Realität der sogenannten Gastarbeit aufgreifen“, so Ralf Beil, Generaldirektor und Kurator der Ausstellung DAS STÄHLERNE HERZ.

Programm

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Hier kann das Programm und die Zusammenfassung der Vorträge heruntergeladen werden.

PROGRAMM

9.30 Uhr Einlass Erzhalle, Begrüßung um 9.45 Uhr

10 Uhr Sven Beckert, Kapitalismus: Das Beispiel der Völklinger Hütte

10.45 Uhr Florentine-Amelie Rost, Lesarten von Wasserräumen

11.45 Uhr Christian Reuther, Große Pläne, harte Realität: Die Völklinger Hütte in ihrer Gründungsphase (1873-1879)

12.30 Uhr Michael Röhrig, Völklingens Stadtentwicklung und Siedlungspolitik im Spiegel der Völklinger Hütte

14.15 Uhr Susanne Nimmesgern, Vom Herd zum Hochofen. Frauenarbeit in der Völklinger Hütte

15 Uhr Inge Plettenberg, Zwangsarbeit im militärisch-industriellen Komplex des Röchling Konzerns

16 Uhr Hubert Kesternich, Arbeiterbewegung und Arbeitskampf in Völklingen 1901-1986

16.45 Uhr Norbert Mendgen, Das kurze Jahrzehnt: Von der Schließung zum Weltkulturerbe 1986-1994

Für die kommende Ausstellung DAS STÄHLERNE HERZ bittet das Weltkulturerbe Sie um Ihre wertvolle Mithilfe. Ob Arbeitskleidung, Ausweisdokumente, Tagebücher oder Kinderzeichnungen, grundsätzlich kann jedes historische Zeugnis für uns interessant sein.

Laden sie gerne bilder ihrer fundstücke hoch